Wandernd das Goms entdecken

Die Wandergebiete rund um das Bed & Breakfast Café Hängebrücke bestechen mit einem wundervollen Panorama, einer einzigartigen Natur und vielen kulturellen Highlights.

Eine dieser Attraktionen ist sicherlich der Aletschgletscher, dem längsten Gletscher der Alpen, der  zusammen mit der Jungfrauregion zum Unesco Welterbe zählt. Übrigens hat man von der AletschArena aus einen fantastischen Weitblick über die Alpen. Lässt man den Blick Richtung Südwesten schweifen, ist sogar das Matterhorn aus der Ferne zu sehen.

Das Binntal ist nicht nur für seine Mineralien bekannt, sondern auch als Wanderparadies. Im Gegensatz zur AletschArena ist man hier abgeschiedener unterwegs. Während die AletschArena aus den beiden autofreien Dörfern Riederalp und Bettmeralp, sowie aus der Laxer- und Fiescheralp besteht, sind die Alpwiesen im Binntal noch genau so rar bebaut wie früher. Einzig ein paar der früheren Alphütten stehen hin- und wieder auf einer der zahlreichen Alpwiesen, die im Sommer immer noch bewirtschaftet werden. Daher kann es gut sein, dass einem ab und zu eine Kuhherde oder der Älpler begegnet. Im Jahre 1964 wurde ein wegweisender Vertrag zwischen der Gemeinde Binn, dem Walliser Bund für Naturschutz, sowie der Sektion Monte Rosa des SAC abgeschlossen, um ein „Naturschutzgebiet auf dem Territorium der Gemeinde Binn“ zu schaffen. Dadurch hat das Binntal immer noch eine weitestgehend unberührte Naturlandschaft und intakte Biodiversität. Daraus entstand ab 2002 der Landschaftspark Binntal, ein regionaler Naturpark mit nationaler Bedeutung. Dies ist ein wichtiges Label des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und ein Ritterschlag für die Gegend.

Die Hängebrücke „Goms Bridge“ ist das Verbindungsglied zwischen dem Landschaftspark Binntal und dem UNESCO Welterbe Jungfrau-Aletsch. Sie verbindet somit die Wandergebiete des Landschaftsparks mit denjenigen von Bellwald, der AletschArena, sowie des Obergoms. Dadurch ist das Bed & Breakfast Café Hängebrücke, direkt neben der Brücke gelegen, der perfekte Ausgangspunkt für eine Wanderung. Aber natürlich ist das Café auch optimal um eine gemütliche Rast einzulegen oder um sich einen feinen Kuchen nach Hausrezept als Belohnung zu gönnen.

Die Welt kann man am besten zu Fuss entdecken, dass weiss jeder Wanderer. Im Bed & Breakfast Café Hängebrücke geben wir unseren Gästen gerne wertvolle Insidertipps, damit die Entdeckung unserer einmaligen Gegend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden kann.

Mehr Infos zu der speziellen Beziehung des Wallis mit Hängebrücken, zum kulturellen Erbe der Suonen, sowie zu zwei Mehrtageswanderungen und weshalb all diese Dinge zu tollen Wanderausflügen führen, finden Sie unten in den entsprechenden Reitern.

Die beeindruckende Aspi Titter Hängebrücke liegt zwischen Bellwald und Fieschertal im Goms.

Wallis – Das Land der Hängebrücken


Eine Besonderheit des Oberwallis ist sicherlich, dass verschiedene Wander- und Tourismusgebiete durch Hängebrücken miteinander verbunden sind. Somit sind diese Tal- und Flussquerungen nicht nur für den Wanderer eine tolle Sache, sondern diese Konstruktionen schlagen auch Brücken zwischen den einzelnen eigenständigen Tourismusregionen und fördern die Zusammernarbeit. Das Wandergebiet der AletschArena verknüpft sich an beiden Enden durch Hängebrücken mit zwei anderen Tourismusdestinationen. Auf der westlichen Seite überspannt die „Aletschbrücke“ das Tal oberhalb der Massaschlucht und knüpft somit eine Verbindung zur Wanderregion Blatten Belalp. Am östlichen Ende führt die Aspi Titter Hängebrücke nach Bellwald. Diese Region wiederum ist verknüpft durch die Hängebrücke „Goms Bridge“ mit dem Landschaftspark Binntal. Alles ist miteinander verbunden und steht miteinander im Kontakt.

Zwei weitere kleine Hängebrücken sind die „Bodmer Brücke“ oberhalb Ulrichen in Richtung Nufenen- und Griespass im Obergoms, sowie die „Massegga“ am unteren Ende der Massaschlucht in der Nähe von Bitsch.

Ein paar Zahlen und Fakten über die fünf Gommer Hängebrücken:

  • Goms Bridge
    Länge der Brücke: 280 Meter
    Höhe über dem Boden: 92 Meter
    Breite der Brücke: 1.40 Meter
  • Aspi Titter
    Länge der Brücke: 160 Meter
    Höhe über dem Boden: 120 Meter
    Breite der Brücke: 0.80 Meter
  • Aletschbrücke
    Länge der Brücke: 124 Meter
    Höhe über dem Boden: 80 Meter
    Breite der Brücke: 1.00 Meter
  • Massegga
    Länge der Brücke: 40 Meter
    Höhe über dem Boden: 18 Meter
    Breite der Brücke: 1.20 Meter
  • Bodmer-Brücke
    Länge der Brücke: 25 Meter

Übrigens befindet sich die längste Hängebrücke der Welt im Wallis. Oberhalb Randa in der Nähe von Zermatt spannt sich die „Charles-Kuonen Hängebrücke“ mit einer Länge von 494 Metern und einer Höhe von 85 Metern über den Talgrund und kompletiert somit den Europaweg zwischen Grächen und Zermatt.

Eine Zusammenfassung der längsten Hängebrücken im Wallis:

Hängebrücken nach Valais/Wallis Promotion

Emil Kummer war ein Sander in der AletschArena. Von ihm hing es ab, ob die Bauern zu ihrem Wasser kamen.

Die Suonen – Ein Stück Walliser Kultur


Wasser ist Lebenselixir. Früher kämpften die Bergbauern im Wallis um jeden Tropfen Wasser, um die Bergmatten für die Nutztiere und den Garten für den Getreide- und Gemüseanbau bewässern, sowie die Tränken für die Tiere und das eigene Glas füllen zu können. Es war ein hartes Leben, dass die Walliser damals führten. Da es nur wenige Quellen mit Frischwasser auf den Matten oben in den Bergen gab, musste eine andere Lösung her. So entstanden die kilometerlangen Wasserleitungen, die das lebenspendende Nass von weit her zu den Matten und Tränken führten. Oben auf dem Titelbild ist Emil Kummer auf einer der alten Suonen in der heutigen AletschArena zu sehen. Dies ist der Grossvater von Roland Kummer und somit der Urgrossvater von Olympiasiegerin Patrizia Kummer, Mitgründer des Bed & Breakfast Café Hängebrücke. Er war einer der letzten Sander, die die Aufgabe hatten, die Wasserleitungen in Schuss zu halten. Dies war teilweise ein sehr gefährlicher Job, da die Leitungen am Fels entlang führten und es immer wieder zu Schäden wegen Steinschlägen kam. So fassten einige der Suonen der AletschArena ihr Wasser am Aletschgletscher. Da das Schmelzwassers eines Gletschers eine weisse Färbung aufgrund von fein zerriebenem Gestein aufweist, wurde es liebevoll als Gletschermilch bezeichnet.

Einige dieser Suonen werden im ganzen Wallis heute noch gepflegt, um das kulturelle Erbe von damals weiter leben zu lassen. Dieses Vermächtnis wurde von der Schweizer Eidgenossenschaft gewürdigt, indem das Bild einer Suone die neue 100-Franken-Note schmückt. Diese Suonen können auf Wanderungen entdeckt werden. Die uns nächstgelegene Suone ist die Trusera, welche das Wasser im Bach oberhalb von Mühlebach fasst und dieses durch den Ernerwald bis auf den Wasen und in die Binachera führt.

Weitere interessante Infos und Fakten zu den Walliser Suonen, sowie Wandervorschlägen, finden Sie unter diesem Link, sowie der angehängten Karte.

Suonenkarte, zusammengestellt von Valais/Wallis Promotion:

Ein Kompass für die Orientierung, um auf dem Alpenpässeweg, der auch durch das Goms führt, auf dem Weg zu bleiben.

Der Alpenpässeweg


Der Alpenpässeweg ist ein offizieller Weg von Schweiz Mobil, welcher in der Bündner Haupstadt Chur startet und über 34 Pässe bis nach St. Gingolph führt. Die Wanderroute Nr. 6 verläuft dabei durch Täler und Bergübergänge im Graubünden, Tessin und im Wallis. Insgesamt ist der Weg 610 Kilometer lang und es sind über 37000 Höhenmeter zu bewältigen. Das Schöne an diesem Weg sind nicht nur die eindrucksvollen Pässe, sondern auch die Tatsache, dass man den Weg nicht an einem Stück in 34 Tagen zu absolvieren braucht. Sobald man einen der Übergänge passiert hat, erreicht man wieder ein Tal, so dass die ganze Strecke über einen längeren Zeitraum aufgeteilt oder auch nur einzelne Etappen herausgepickt werden können.

Die Teilstrecke, die am Bed and Breakfast Café Hängebrücke vorbeiführt, ist die 11. Etappe von Blitzingen ins Binntal. Dies ist eine der gemütlicheren Etappen durch die malerischen Bergdörfer im Goms. Am Ende der Etappe führt der Weg durch die eindrucksvolle Twingischlucht bis ins Binntal, dass für seine Mineralien weltberühmt ist.

 

Wichtige Links:

Gesamte Route Nr. 6 (Alpenpässeweg) von Schweiz Mobil

Etappe 11 des Alpenpässeweges

Die Kapelle auf dem Ritzigerfeld ist eines der schöönsten katholischen Wahrzeichen, die das Goms zu bieten hat.

Der Rhein-Reuss-Rhone Pilgerweg – Die Walliser Anbindung an den Jakobsweg


Der Rhein-Reuss-Rhone Pilgerweg verbindet die beiden Klöster von Disentis und St. Maurice miteinander. Beide Klöster haben eine über 1000-jährige traditionsreiche Geschichte. Durch diesen Pilgerweg verknüpft sich das Wallis im Westen an den Via Francigena (Canterbury-Rom), auch Frankenweg genannt, und im Osten an den berühmten Jakobsweg (nach Santiago de Compostela). Dies sind die beiden grössten und bekanntesten Pilgerwege Europas.

Das Wallis hat eine vielfältige Sakrallandschaft zu bieten, welche erst seit der Eröffnung des neuen Pilgerweges im Jahr 2018 zu einem offiziellen Weg zusammengefasst wurde. Das katholische Erbe der Wallliser Alpen entstand durch das harte, entbehrliche Leben, welche die damalige Bergbevölkerung führte. Es gab nichts anderes als die Arbeit und den Glauben. Dadurch entstanden viele wundervolle Kirchen, Kapellen und Gedenkstätten für Heilige, denen heute noch Sorge getragen wird.

Auf der fünften Teilstrecke führt der Pilgerweg von Münster nach Ernen und dabei direkt durch Mühlebach hindurch. Somit liegt das Bed & Breakfast Hängebrücke direkt am Weg und kann als Raststation oder als Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden, da wir ein offizieller Logispartner dieses Weges sind. In Mühlebach gehört das Geburtshaus des Kardinal Matthäus Schiner zu den Sehenswürdigkeiten des Pilgerweges, während in Ernen die imposante Pfarrkirche das Highlight bildet.

 

 Wichtige Links:

Gesamtstrecke des Rhein-Reuss-Rhone Pilgerweges

Etappe 5 des Rhein-Reuss-Rhone Pilgerweges von Münster nach Ernen